Bilder vom Theaterstück
Mit der letzten Aufführung am Sonntag, den 29. März 2026 endete für dieses Jahr die Spielsaison der Laienspielgruppe "De Nindörper Plattspeeler´s". Mit insgesamt neun Aufführungen, die von mehr als 1200 Zuschauer/innen im Nindorfer Dörpshuus mit großer Begeisterung verfolgt wurden, kann das gesamte Theaterteam erneut auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Der Vorverkauf der Eintrittskarten lief bombastisch. Bereits Mitte Februar waren alle Karten verkauft und in diesem Jahr konnte man die Eintrittskarten sogar online bestellen.
Mit zwei neuen Gesichtern auf der Bühne, mit 10 alten "Theaterhasen" und einem gut eingespielten Team vor und hinter den Kulissen, stellten die Plattspeelers erneut ihr schauspielerisches Können eindrucksvoll unter Beweis. Mit den beiden Debütant/in Lion Delfs, 18 Jahre und Lienna Delfs, 14 Jahre verjüngte sich die Theatergruppe gewaltig. Sie meisterten ihre Aufgabe bravourös. Die mit 12 Personen stark besetzte Komödie "Dat Bohn-Chaos" von Winnie Abel unter der neuen Leitung von Christian Delfs, wurde von den "Plattspeelers" sehr gut umgesetzt. Textsicher und spielfreudig präsentierten sich die Nindorfer Theatermimen bei jedem Auftritt dem Publikum. Unterstützt wurden sie von den Souffleusen Wiebke Rehder und Gaby Lindemann. Für die Maske sorgte Charlotte Zuther. Als Off-Sprecherin fungierte Tanja Wieben und für die Technik waren Dietmar und Timo Karwat verantwortlich.
Die Bühne verwandelte sich für das Theaterstück in einen etwas heruntergekommenen Provinzbahnhof und hierfür war in erster Linie Helmut Bünz verantwortlich.
Der Zugführer (Dietmar Karwat)
gleich zu Beginn des Theaterstück stellte er alle Fahrgäste vor.
Bärbel (Melanie Eekhoff)
die tollpatschige Kegelschwester
Sie hat den Kegelausflug organisiert und ist eine vergnügte, aber auch sehr tollpatschige Frau, der dauernd alles schief geht – natürlich zur großen Belustigung ihrer Kegelbrüder. Neben dem heillosen Bahn-Chaos wartet auf Bärbel, die kaum Alkohol verträgt, eine fast noch größere Herausforderung: Den Kegelausflug mit ihren trinkfesten Freunden unbeschadet zu überstehen.
Theo (Henrik Brüggen)
der verfressene Kegelbruder
Theo ist ein leidenschaftlicher Fan des Thermomix. Sein Hobby hat er zum Beruf gemacht und ist mittlerweile als „Thermo-Held“ ein gefragter Influencer auf YouTube. Fast täglich lädt er von seiner Küche aus neue Videos hoch, in denen er Rezepte vorkocht. Allerdings verkostet Theo all seine Produkte auch viel zu gerne – er ist regelrecht fresssüchtig und besonders nach Speckschnecken. Theo verschlingt Unmengen und kann sich kaum beherrschen, obwohl er sich doch eigentlich fest vorgenommen hat, abzunehmen.
Lars (Lion Delfs)
der versoffene Kegelbruder
Lars ist ein unterhaltsamer Lebemann, der alle gern zum Trinken anheizt. Er freut sich riesig auf den Kegelausflug und hat ordentlich flüssigen Proviant eingepackt. Lars lässt es gerne krachen und hat immer einen lockeren Spruch auf Lager.
Victoria (Nadja Mollenhauer)
die gehetzte Businessfrau
Victoria ist eine gehetzte Karrierefrau, die jeden Tag versucht, ihre kostbare Zeit absolut effizient zu nutzen. Wie in einem Wahn schaut sie dauernd auf ihre Uhr, kalkuliert ihre Zeit durch und checkt ihr Smartphone.
Als Victoria auf dem Weg zu einem entscheidenden Geschäftstermin plötzlich auf einem Provinzbahnhof strandet, an dem die Zeit still zu stehen scheint, sie nicht weiterkommt und zum Warten verdammt ist, wird diese Bahnfahrt für sie zum persönlichen Albtraum. Sie versucht wirklich alles, um doch noch pünktlich zu ihrem Termin zu kommen – und schlüpft dafür sogar in die Rolle einer Psychopathin. Am Ende dieses außerplanmäßigen Aufenthalts in der Provinz, ist für Victoria nichts mehr so, wie es bei der Ankunft noch war.
Reinhold (Jacob Rohwer)
der Landstreicher
Als die gehetzten Fahrgäste des ICE in den verlassenen Provinzbahnhof strömen, treffen sie auf den gemütlichen Landstreicher Reinhold – und zwei Welten prallen aufeinander. Reinhold ist ein kauziger Aussteiger, der sehr glücklich mit seinem freien, bescheidenen Leben ist. Bei schlechtem Wetter sucht er Unterschlupf im Bahnhof. Für die aufgescheuchten Fahrgäste hat er kein Mitleid, sondern nur lustige Sprüche übrig. Reinhold ist etwas ruppig und sieht recht wild aus, er ist aber eigentlich ein sehr gutmütiger Kerl. Alkohol trinkt er nicht. Zu seinen wenigen Besitztümern zählt eine Mundharmonika. Er kann zwar nicht besonders gut spielen, nutzt sie aber, um mit ihr und seinen lustigen Reimen das kuriose Treiben im Bahnhof zu kommentieren.
Siegfried Sieg (Daniel Wischnewski)
der abgedrehte Motivationstrainer
Man muss es einfach positiv sehen! Dieses Bahn-Chaos ist doch eigentlich kein Bahn-Chaos, sondern lediglich eine spannende Herausforderung! So sieht das Siegfried Sieg, der selbsternannte Experte für Erfolg. Der abgedrehte Motivationstrainer zieht durch die Lande und spornt jeden an, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Und da ihm im Provinzbahnhof die Fahrgäste und das Publikum völlig ausgeliefert sind, kommen auch sie in den fragwürdigen Genuss, sich von Siegfried mal richtig motivieren und einheizen zu lassen.
Siegfried ist ein völlig von sich überzeugter Blender, der immerzu Erfolg ausstrahlt. Er sieht aus wie ein Macher, läuft mit breiter Brust herum und klatscht immer wieder motivierend in die Hände.
Hubert (Christian Delfs)
ein eigenwilliger Verschwörungstheoretiker
Hubert ist ein misstrauischer Wirrkopf, der sich sicher ist, dass er die Welt durchschaut – und die ist voll von bösen Plänen und Verschwörungen. Gerade ist Hubert auf dem Weg zu einem Vortrag über seine neueste Erkenntnis: dem Bahn-Komplott. Und dabei fährt er ausgerechnet mit dem Unternehmen, hinter dem er die ganz große Verschwörung wittert: der Deutschen Bahn. Hubert ist überheblich und besserwisserisch. Es berauscht ihn richtig, wenn er glaubt, eine neue Verschwörung durchschaut zu haben und er seine naiven Mitmenschen darüber aufklären kann.
Christa (Wiebke Belz)
die wütende Ehefrau
Christa ist maximal frustriert und wütend. Da hatte sie sich und ihrem Mann ein Paar-Wochenende mit Gesprächstherapien gebucht, um endlich ihre Ehe ins Lot zu kriegen – und der Kerl macht bei der Paar-Therapie einfach nicht mit! Stinksauer reist sie nun mit ihrem Mann zurück – und gerät auch noch in ein Bahn-Chaos.
Christa ist Leiterin einer Kita und versucht eigentlich immer, ganz ruhig und besonnen auf alles zu reagieren. Doch ihr Mann bringt sie oft derartig auf die Palme, dass sie regelrechte Tobsuchtsanfälle bekommt.
Klaus (Uwe Grünhagen)
Christas plumper Ehemann
Klaus ist ein bodenständiger KFZ-Mechaniker und was Gefühle angeht, kein Mann der großen Worte. Verbal in Fahrt kommt Klaus eher, wenn er sich aufregen kann, zum Beispiel über die Deutsche Bahn. Klaus hat ein riesiges Wissen über Autos – mit ihnen kennt er sich aus, bei ihnen weiß er woran er ist. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau – ihre Sehnsüchte und Befindlichkeiten werden ihm wohl immer ein Rätsel bleiben.
Kunigunde (Birthe Meyer)
eine überkorrekte Polizistin
Kunigunde ist stolze Polizistin der kleinen örtlichen Polizeiwache – und eine überkorrekte Bürokratin. Für sie gibt es etwas, das noch wichtiger ist als die Verbrecherjagd oder der Schutz der Bevölkerung: Disziplin und Ordnung. Deshalb hält Kunigunde sich zwanghaft genau an Anweisungen und Vorschriften und kann erst beruhigt in den Feierabend gehen, wenn auch das unwichtigste Protokoll geschrieben ist.
Doch die Turbulenzen am örtlichen Bahnhof sorgen dafür, dass Kunigundes beschaulicher Beamtinnenalltag auf den Kopf gestellt wird.
Ilse (Maike Netzel)
die Psychiatriepatientin auf Abwegen
Ilse ist auf dem Weg in eine Psychiatrie, in der sie sich wegen ihrer Psychose behandeln lassen soll. Eigentlich ist Ilse gerade ganz gut drauf – doch der Triebwerkschaden ihres Zuges stresst sie so sehr, dass sie wieder Wahnvorstellungen bekommt. Plötzlich fühlt sich Ilse von Monstern verfolgt und dann hört sie auch noch diese Stimme, die ihr merkwürdige Dinge befiehlt ...
Stacy (Lienna Delfs)
die amerikanische Touristin
Stacy ist eine völlig aufgedrehte Amerikanerin, die mit dem Zug Deutschland erkundet und dabei tausende Fotos schießt. Stacy findet alles immer nur „amaaaaaazing!“ und ist so verstrahlt, dass sie noch nicht einmal mitbekommt, dass sie ihren Zielbahnhof noch gar nicht erreicht hat.
Stacy trägt Kleidungsstücke aus deutschen Souvenir-Geschäften.



